Erste Naturferienwoche Sommer 2014:



Sonntag:
Diese Naturferienwoche war ein ganz spezielles und berührendes Projekt. Die Kinder und Betreuer einer sozialpädagogischen[object Window] Einrichtung reisten mit dem Zug nach Cuneo an. Wir begrüßten sie am Sonntag, den 29.06. am Bahnhof und halfen das Gepäck in den bereits wartenden Bus zu verstauen. Anschließend ging es los nach Prafiuret. Nach dem kurzen Bergaufstieg bis zum Haus wurden die Zimmer bezogen und weil alle sehr hungrig waren, wurde das bereits vorbereitete Essen bald darauf serviert. Die Begeisterung über die gemütlichen Zimmer und die wunderschöne Umgebung war deutlich zu sehen. Gemeinsam starteten wir los um das Gelände zu erkunden. Auch wurden den Hühnern, dem Gemüsegarten und der Feenwiese ein Besuch abgestattet.

Nach dem ersten Bekanntmachen mit der Umgebung spielten die Kinder vor dem Haus. Es wurde die Abend-Jause zubereitet und weil alle von der Reise müde waren, ging es für die Kinder dann bald ins Bett. Mit den Betreuern wurde noch der Wochenplan besprochen und dann kehrte die Nachtruhe ein.


Montag
Das Frühstuck war schon vorbereitet, als die ersten Kinder um kurz vor 8:00 Uhr in die Küche kamen. Sie halfen noch die restlichen Leckereien (Käse, Honig, Marmelade,...) auf die beiden Tische zu verteilen. Nach dem Frühstück versammelten wir uns vor dem Haus. Gemeinsam ging es dann in den Gemüsegarten und wir besprachen die angepflanzten Kräuter und Gemüsepflanzen. Eine Gruppe erntete Erdbeeren, die andere Ribiseln und die dritte Gruppe ging die Hühner füttern. Anschließend versammelten wir uns alle beim unteren Stall um das Heu zu wenden. Dabei wurde viel gespielt und im Heu gebadet. Beim Raufgehen sammelten wir noch Feuerholz fürs Lagerfeuer. Nach einer kurzen Pause trafen wir uns dann wieder vor dem Haus. Eingepackt waren die Badesachen, Picknick-Decke, Jause, Salat und Kekse... so zogen wir dann in Richtung Fluss hinunter. Die Kinder waren schon sehr auf den kalten Fluss gespannt und es wurden sogar Wetten abgeschlossen, wer [object Window]sich wohl ins kalte Wasser hinein trauen würde.  Beim Fluss angekommen gingen die meisten Kinder ganz mutig ins eiskalte und klare Wasser, trotz der Kälte wurde geschwommen und geplanscht.  Anschließend wärmten wir uns in der Sonne und ließen uns das Picknick schmecken. Die Kinder spielten dann auf der großen Wiese beim Fluss fangen und auch Aaron (unser Hund) machte begeistert mit.
Wieder Zuhause angekommen wurde in einer Kleingruppe das Abendessen vorbereitet und die anderen kümmerten sich um die Vorbereitungen für das Lagerfeuer. Nach dem Essen wurde das Lagerfeuer entzündet.  Alexandra holte Räucherwerk und alle ließen sich mit dem von ihr selbst gesammelten Fichtenharz räuchern und dabei wurde gesungen. Da keines der Kinder so etwas schon einmal gemacht hatte, wurden im Vorfeld die Wirkungsweise und Tradition des Räuchern besprochen (Energetisierung und Reinigung). Danach holten wir die kleine Musikanlage heraus und tanzten ums Lagerfeuer. Ein Tanz stieß auf große Begeisterung und so wurde er mehrmals wiederholt.

Die Kinder gingen sehr müde und zufrieden ins Bett. Es war ein wirklich gelungener erster Tag in Prafiuret.


Dienstag:
Nach dem gemeinsamen Frühstück fuhren wir zum Reiterhof Vanet Cavallo, dort durften die Kinder immer zu zweit ein Pferd striegeln und bürsten. Dabei passierte ein kleines Unglück, denn eines der Pferde stieg Basti auf die große Zehe und so wurde der verletzte Fuß im Brunnen gekühlt bis es nicht mehr weh tat. Danach sahen die Kinder zu wie die Pferde gesattelt wurden und[object Window] bekamen ihre Reitausrüstung. Die Hälfte der Kinder nahmen auf den Pferden Platz und so spazierten wir los, nach ca. einer halben Stunde wurde gewechselt und die zweite Gruppe ritt auf den geführten Pferden wieder zurück.

Dann wurde die mitgebrachte Jause gegessen und es ging wieder zurück nach Prafiuret. Dort bekamen die Kinder Zeit ihre Erlebnisse ins eigene Tagebuch zu schreiben und zu zeichnen. Als Stärkung zwischendurch gab es selbstgemachte Bananen-Erdbeermilch mit Keksen. Große Begeisterung weckte eine Wolfsmütze, die sie in der Küche fanden und mit der sie vor dem Haus ausgiebig spielten. Anschließend wurden verschiedenfarbige Bänder in der Länge der Kinder zurechtgeschnitten und vor dem Haus dekorativ angebracht. Währenddessen kochte Andrea mit einer kleinen Gruppe Spaghetti Bolognese die bei den Kindern großen Anklang fanden. Nach dem guten Abendessen wurde noch in der Küche getanzt und dann ging es ab ins Bett


Mittwoch:
An einem nebligen Mittwochmorgen erwachten wir alle voller Freude, an diesem Tag stand ein ganz besonderes Highlight auf dem Programm – die Kinder sollten zum ersten mal in ihrem Leben ans Meer fahren. Als wir in die kühle Morgenluft traten hing der Nebel tief in den Bergen. Aufgeregt wanderten wir hinunter, wo uns schon der Bus erwartete.

[object Window]Am Weg nach Ventimilia blieben wir in Frankreich stehen und ließen uns einen köstlichen Kakao schmecken. Bald legte sich der Nebel und die Sonne zeigte ihre Strahlen. Als wir die erste Palme entdeckten, wurde die Vorfreude noch größer. Wir stiegen aus, das blaue Meer glitzerte und als die Kinder das sahen, gab es nur noch strahlende Gesichter.

Der Steinstrand erwartete uns, dort machten wir es uns zunächst gemütlich. Danach stürmten wir ins kühle Nass und spielten mit den Wellen, die zeigten, welche Kraft in ihnen steckte. Alle hatten sehr viel Spaß und Freude, danach ließen wir uns eine Pizza schmecken, während wir dem Rauschen der Wellen lauschten. Bevor es wieder mit dem Bus zurück nach Prafiuret ging, besuchten wir noch einen Spielplatz. Im Bus sind fast alle nach ein paar Spielen eingeschlafen.Zum Abendessen war die Lasagne bereits vorbereitet und so ließen wir den Tag bei einem gemütlichen Essen ausklingen.


Donnerstag
In der Früh wurde gemeinsam der Garten gegossen und nach dem Frühstück die Hühner gefüttert und die gelegten Eier abgeholt. Mit dem kleinen Bus fuhren wir nach Demonte, das ist die nächstgelegene Ortschaft. Dort wurde der Markt mit seinen Ständen erkundet. Es[object Window] gab: Kleidung, Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch und Käse. Jedes der Kinder durfte sich ein T-Shirt aussuchen. Danach haben die Kinder im Park fangen gespielt und eine frische Salami verkostet. Auch Marillen wurden noch vernascht. Mit dem Bus ging es dann wieder retour. Es gab zu Mittag nur eine kleine Jause, um sich den Appetit für die Pizza am Abend aufzuheben.
Am Nachmittag wurde vor dem Haus gebatikt. Jedes Kind durfte sich eine Farbe aussuchen und entschied sich für eine bestimmte der gezeigten Techniken. Die T-Shirts wurden wunderschön und jedes ganz einzigartig.

Um 17:00 Uhr wanderten wir in Richtung Trinita, wo wir in der Trattoria bei Piera Pizza serviert bekamen. Als Nachspeise gab es für alle Eis. Gegen 21:00 Uhr waren wir wieder zu Hause und gingen glücklich und zufrieden ins Bett.


Freitag:
Freitag Morgen war das Wetter sehr regnerisch und neblig. So stand leider bereits am frühen Morgen fest, dass aus dem geplanten Abschieds-Lagerfeuer mit Grillen nichts werden würde.

Die Kinder nahmen es trotz der großen Vorfreude relativ gelassen. Wir machten es uns in der Küche gemütlich, spielten Spiele und schrieben noch Ansichtskarten.

Als die Kinder dann gefragt wurden, ob sie hinaus in den Regen mitkommen möchten, waren die meisten dabei. Im Stall wendeten wir das Heu, im Gemüsegarten haben wir Erdbeeren geerntet und genascht, Salat geerntet, Kräuter für das Essen gesammelt und dann auch noch die Tomatenpflanzen vor dem Haus umgetopft. Schließlich waren wir patschnass und gingen hinein um uns umzuziehen.

Als alle wieder aufgewärmt waren, bekam jedes der Kinder ein Stück Ton und es wurde modelliert. Martin brauchte um einiges länger als die anderen Kinder. Er gestaltete einen Riesenzug mit vielen kleinen Details. Danach wurde das Abendessen zubereitet. Die Kinder halfen die Kräuterbutter, den Salat und den Kräuterdip herzustellen und deckten den Tisch. Es gab überbackene Gemüsepfanne, Würste, Kartoffeln, Fleisch und gute Salate mit reichlich Dip.

[object Window]Auch waren die Kinder wieder eifrig am Helfen als es um die Vorbereitungen für die Nachspeise ging. Da gab es dann Schokoladefondue, wofür reichlich Obst aufgeschnitten wurde. Als gelungenen Abschluss sahen wir uns mit den Videobeamer die entstandenen Fotos der Woche an, wobei auf Grund der oft lustigen Fotos viel gelacht wurde. Vor dem Schlafengehen tanzten und sangen wir und dann war es jedoch höchste Zeit fürs Bett :-)


Samstag:
Bei vollem Sonnenschein gab es für die Teilnehmer das letzte Frühstück in Prafiuret. Anschließend wurden die Koffer gepackt, die Zimmer geputzt und zwischendurch in der Küche getanzt. Die letzten Tomatenpflanzen wurden von den Kindern noch achtsam umgetopft und gegossen. Andrea kochte einen wunderbaren Königsreis mit Karotten und Salat, dazu gab es noch den am Vortag selbstgemachten Holundersaft.

Gegessen wurde draußen beim Lagerfeuerplatz bei herrlichem Wetter. Dann brachten wir das Gepäck mit der Gondel den Berg runter zum Bus. Die Kinder spielten & schaukelten noch ausgelassen im Garten, später spielte Alex auf der Gitarre und gemeinsam wurde noch gesungen. Gegen 16:00 war es dann soweit. Aufbruch zum Bus und ab Richtung Cuneo zum Bahnhof.

Wir verabschiedeten uns ganz herzlich am Bahnsteig, dabei flossen auch einige Tränen.

Eine wunderschöne Woche ging zu Ende : ))


Die erste Naturferienwoche, die diesen Sommer 2014 statt fand, war eine außergewöhnlich berührende und schöne Zeit. Die Kinder und Betreuer einer sozialpädagogischen Einrichtung reisten mit den Zug bis nach Cuneo an und wurden dort von uns abholt und Willkommen geheißen. Für die Kinder hielt die Woche viele neue Erfahrungen bereit. Sie waren zum ersten Mal in Italien, haben zum ersten Mal im Meer gebadet, Glühwürmchen gesehen und viele andere wunderschöne Dinge in der Natur erlebt.
Es war wirklich etwas Besonderes zu sehen, wie manche der Kinder ihre Ängste überwinden konnten und sich mutig auf Neues eingelassen haben. Eines der Kinder zum Beispiel hatte wirklich Angst vor Pferden und ist dann aber ganz stolz auf einem geritten. Auch die Angst vor dem tiefen Wasser konnte von einem Jungen überwunden werden. Ein ganz besonderer Freund in dieser tollen Woche war unser Hund Aaron, der mit den Kindern kuschelte und spielte. Auch hier konnte ein Kind seine Angst vor großen Hunden überwinden und eine richtige Freundschaft schließen. Freudig überrascht und begeistert hat uns ihre engagierte Mithilfe bei den täglich anfallenden Arbeiten - wie im Haushalt helfen, Kochen, Gartenarbeit, Ernte und Stallarbeiten etc. Die Kinder waren immer voll dabei, auch bei nicht so schönem Wetter tat dies ihrer Laune und dem Engagement keinen Abbruch. Trotz mancher Reibereien untereinander war der familiäre Zusammenhalt der Gruppe deutlich spürbar. Ein großes Lob an dieser Stelle an die Betreuer, die sich für die Kinder seit vielen Jahren intensiv einsetzen und diesen Zusammenhalt erst möglich gemacht haben.

Wir freuen uns sehr, dass ihr die Zeit bei uns genießen konntet und soviel schöne Natur Eure Herzen berührt hat.
Ein Hoch auf eine tolle gemeinsame Woche.  : ))

Photogalerie zu diesem Naturferienprojekt




Ein Naturferienprojekt für Kinder aus betreuter Wohngemeinschaft

2014 findet das Erste Naturferienprojekt vom 28. Juni bis 5. Juli in unserer italienischer Niederlassung Prafiuret statt.
Bei diesen Projekt nehmen 11 Kinder einer betreuten Wohngemeinschaft (8 Jungs, 4 Mädchen zw. 6 u. 16 Jahren – darunter auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen) und deren Betreuerteil. Die Anreise erfolgt mit dem Zug nach Cuneo, von dort werden die TeilnehmerInnen abgeholt und nach Prafiuret gebracht.

Gemeinsam mit den Betreuern der Kinderwohngemeinschaft wurde die Urlaubswoche im Vorfeld besprochen, sowie gemeinsame Aktivitäten grob festgelegt. Ein fixer Bestandteil des Projekts ist ein Tag am Meer. Da viele der Kinder noch nie am Meer waren ist dies ein ganz besonderes Highlight. Die Urlaubswoche soll auch dem Bedürfnis von Ruhe und Erholung dienen, deshalb wird der genaue Tagesablauf gemeinsam vor Ort erstellt und dabei den momentanen Bedürfnissen der TeilnehmerInnen – u. a. mehrere Kinder mit besonderen Bedürfnissen – angepasst. Dabei sollen auch die Betreuer der Kinderwohngemeinschaft entlastet werden, so das auch sie einige entspannte Tage verbringen können

In der Urlaubswoche sind folgende Aktivitäten geplant:

  •  Garten- und Kräuterkunde
  •  Wildkräuter sammeln & verarbeiten (u.a. auch herstellung von Ölen, Salben, Kräutersalze ...)   
  • Flusswanderung    
  • Almwanderung - Tagesausflug zu unserer Almhütte auf 1.800 meter
  • Tag am Meer - wir fahren nach Nizza und verbringen einen strandtag - ein highlite für viele Kinder
  •  Kultur & Kochworkshop mit Piera - Betreiberin der einzigen Trattoria in der Umgebung (okzitanische Volkstanz,
     Pizza selber machen
  • Kochen am Lagerfeuer - Steckerlbrot, gemeinsames kochen mit Riesenpfanne und Kesse
  • Ausflug nach Demonte - Donnerstag ist Markttag im 15 km. entferneten Dorf und die Bauern der Umgebung
    verkaufen ihr frisches Obst und Gemüse aber auch  selbstgemachte Wurst und Käse - dort werden wir unseren
    Proviant aufstocken bzw. den Wocheneinkauf erledigen
  • Reiten (Reiterhof Vanet Cavallo bei Dimitri und Arianna Jomini)
  • Entspannungsübungen: Phantasiereise, Massage, Geschichten.
  • Kreativ-Workshops: Batiken, Tonarbeiten, Tanzen, Malen, Werken...


Gestaltung des Tagesablaufs:

In Kleingruppen wird gekocht und der Haushalt organisiert. Auch die Tiere im Stall, sowie der Gemüse- und Kräutergarten werden von den TeilnehmerInnen mitbetreut.
Wie bei allen Naturferien steht die Natur mit allen Sinnen Erleben im Mittelpunkt. Hierbei bietet das Verein-M.U.T.-Team Aktivitäten im Bereich - Wildkräuter sammeln & verarbeiten, naturbewusstes Eintauchen in die Tier- und Pflanzenwelt, Wanderungen, Kreativ-Workshops ... an.